Frudist – die innovativ getrockneten Früchte
Aloys und Brigitte Coppenrath Stiftung fördert Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück und des Startups Frudist
Der Markt für gesunde Snackprodukte ist im Wachstum. Es gibt jedoch einige unerwünschte Produktveränderungen, die während ihrer Herstellung auftreten können. So verlieren gefriergetrocknete Produkte oft ihre Form, ihr Aroma, büßen ihren ursprünglichen Nährstoffgehaltein und weisen Farbveränderungen auf. Das Start-Up Frudisthat ein einzigartiges und geschütztes Trocknungsverfahren entwickelt, das es ermöglicht am Markt gesündere und nachhaltiger produzierte getrocknete Früchte mit außergewöhnlicher Formstabilität, einem vollständig erhaltenen Nährstoffgehalt und einem intensiveren Fruchtgeschmack-/ aroma anzubieten. Außerdem kann durch die Anwendung der neu entwickelten Trocknungsmethode der Energieverbrauch um 15-20 % im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren reduziert werden.
Zudem wird derzeit in der Industrie der Großteil der frischen und zu trocknenden Früchte aus nicht EU-Ländern importiert, obwohl in Deutschland jährlich 1 160 000 t hochwertiges Obst und Gemüse bereits auf Ebene des Landwirtes verschwendet werden. Die Gründe für das Aufkommen der Überschussware sind vielfältig: a) Höheres Angebot als Nachfrage nach frischen Früchten b) Die Früchte haben bereits auf dem Feld den gewünschten Reifegrad erreicht und werden von Supermärkten und zur weiteren Verarbeitung aufgrund zu langer Transportwerge nicht mehr angenommen. Frudist bezieht seine Früchte von regionalen Anbietern, die die Überschussware der Saison liefern.
Angesichts des effizienteren Trocknungsverfahrens, der höheren finalen Produktqualität, sowie der Abfallreduktion durch die Verwendung überproduzierter Früchte, macht Frudist die Gefriertrocknung zu einem nachhaltigen Prozess und kann gleichzeitig seinen Kunden ein Produkt höchster Qualität anbieten. All das kann Frudist ohne den Einsatz von Stabilisatoren, Zusatzstoffen oder Konservierungsstoffen erreichen.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen erfolgreichen Markteintritt der Frudist Produkte in die definierten Zielmärkte zu ermöglichen. Die Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt mit ca. 11.000.
v.l.n.r.: Nico Passlick (wissenschaftl. Hilfskraft HSOS), Anna Frommer (CTO, inngo GmbH), Nina Müller (Projektmanagerin, A+B Coppenrath Stiftung), Lena Frommer (CEO, inngo GmbH)